Ji Ruo und das Rehkitz

Jin qiu lu ming

Ji Ruo wohnt mit seinen Eltern im Gebiet der Oroqen im Norden Chinas. Sein Vater ist Wildhüter in der Nähe einer Rehaufzuchtsstation. Ji Ruo ist ständig unterwegs und beobachtet die Tiere. So geschieht es, dass er mit ansieht, wie Wilderer ein Kitz anschießen. Ji Ruo nimmt es mit nach Hause. Er ist von seinem neuen Freund so begeistert, dass er Tag und Nacht mit ihm verbringt. Die Rehgeiß schreit in der Nacht nach ihrem Kind, aber Ji Ruo will es nicht gehen lassen. Das Kitz wächst heran. Ji Ruo muss nun überlegen, ob es für das Kitz nicht besser wäre, in Freiheit bei seiner Mutter aufzuwachsen.



Altersempfehlung: 6+
China 1996
75 Minuten, Farbe
Regie: Zhan Xiangchi

mit: Wang Zhao, Tu Men,
Ba Dema

Wenn die Sterne das Meer treffen

Quand les étoiles rencontrent la mer

Als sein jüngerer Freund am Marktplatz des Ortes zusammengeschlagen wird, weiß er, dass sich sein Leben für immer ändern wird. – Wer ist er selbst, woher kommt er, wo sind seine Eltern geblieben? Fragen, die ihn beschäftigen, seit er denken kann. Wenn er nicht einen verkrüppelten Fuß hätte, so würde er auf der ganzen Welt seine Mutter suchen. Kapila, der Hauptheld des Films, weiß zu Beginn des Films weniger als wir, die Zuschauer. Wir kennen die Vorgeschichte, die Kapila erst im Laufe seiner Irrwege zu enthüllen hat. Ein Aberglaube der Ureinwohner Madagaskars besagt, dass Kinder, die bei einer Sonnenfinsternis geboren wurden, ihr Leben lang von einem bösen Stern verfolgt werden.



Altersempfehlung: 10+
Frankreich, Madagaskar 1995
82 Minuten, Farbe
Regie: Raymond Rajaonarivelo

mit: Jean Rabenjamina,
Louis Vahandanitra,
Aimée Razadfindrafarosoa

Santa Clara

Clara Hakedosha

In einer tristen Industriestadt in Israel – die Jugendlichen können weder von ihrem Klassenlehrer noch dem exzentrischen Schuldirektor gebändigt werden. Die Klassenrebellen Tikel und Rosenthal kümmern sich wenig um Tests und Schularbeiten. Sie rasen am liebsten von Rosys Schwester im Cabrio kutschiert durch die Stadt. Clara, die 13-jährige Tochter russischer Einwanderer, ist die Außenseiterin in der Klasse. Übernatürliche Kräfte ermöglichen ihr, in die Zukunft zu sehen. Mir ihrer Hilfe kann die ganze Klasse den Mathematiktest bestehen. Tikel und Rosy sind in Clara verliebt und werden bald zu Rivalen. Clara weiß, dass sie mit ihrer ersten Liebe ihre übersinnlichen Kräfte verliert. Wofür wird sie sich entscheiden, und für wen?

 

PREIS DER KINDERJURY (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival Wien 1996

 

 



Altersempfehlung: 11+
Israel 1995
89 Minuten, Farbe
Regie: Ari Folman, Ori Sivan

mit: Lucy Dubnichek,
Halil Elohev,
Johannie Peterson, Maya Maron

Mein Freund Joe

My Friend Joe

Die Schulfreunde Chris, Noel, Boyler und Corner leben in einem Vorort von Dublin. In ihrer Bande fordern sie sich ständig neue Mutproben ab. Auch Chris möchte den Jungen aus seiner Klasse gerne imponieren, doch als diese von den hohen Felsklippen ins Meer springen, was gefahrlos nur bei Springflut möglich ist, verlässt ihn der Mut. Er wird von den anderen als Angsthase verspottet. Eines Tages taucht Joe auf. Was Joe sich traut, lässt alle anderen den Atem anhalten. Chris glaubt, in Joe einen echten Freund gefunden zu haben, wenn er auch keine Ahnung hat, woher Joe kommt und wohin er geht, wenn er Chris’ Familie verlässt. Denn Joe hat ein Geheimnis zu verbergen: Er heißt in Wirklichkeit Joanne, lebt in einem Wanderzirkus und führt dort gefährliche Kunststücke auf dem Drahtseil vor. Ihr Onkel Kurt möchte nicht, dass Joanne sich als Mädchen zu erkennen gibt. Doch Joanne sehnt sich nach einer liebevollen Familie und will so sein wie sie ist: ein Mädchen. Als sie sich von ihrem Onkel immer mehr bedroht fühlt, vertraut sie Chris ihr Geheimnis an.



Altersempfehlung: 8+
Deutschland, Irland, Großbritannien 1995
96 Minuten, Farbe
Regie: Chris Bould

mit: Schuyler Fisk,
John Cleere,
Stephen McHattie, Joel Grey

Lang lebe die Königin

Lang leve de koninigin

Die 8-jährige Sara lebt mit ihrer Mutter und ihrem Großvater zusammen. In der Schule hat sie große Schwierigkeiten. Der Lehrer hält sie für dumm und versucht erst gar nicht, ihr etwas beizubringen. Als ein Neuer in die Klasse kommt, ändert sich viel in ihrem Leben. Bei Victor zu Hause entdeckt Sara ein wunderschönes Schachspiel. Sie ist von den Figuren fasziniert, und Victor erzählt ihr von der Königin, die sich große Sorgen um ihren Mann, den König, macht. Er ist so gelangweilt, dass er mit seinen Nachbarn einen Krieg anzetteln will. Schnell muss sie ein Spiel erfinden, das dem König die Zeit vertreibt. Das ist gar nicht leicht. So bittet die Königin Sara um Hilfe, und sogleich befindet sie sich in dem wunderschönen Schloss, umgeben von den Figuren, mit denen sie gemeinsam Schach spielen lernt.

 

PREIS DER KINDERJURY, Internationales Kinderfilmfestival Wien 1996

 



Altersempfehlung: 6+
Niederlande 1995
115 Minuten, Farbe
Regie: Esmé Lammers

mit: Tiba Tossijn,
Monique van de Ven,
Jack Wouterse, Lisa de Rooy

Die Räubersymphonie

The Robber Symphony

Ein tapferer Landfahrerjunge entlarvt eine Räuberbande, die sich als Musikkapelle tarnt, wobei ihn das Glück alle Gefahren siegreich bestehen lässt.

 

“Der im englischen Exil 1935/36 entstandene Film des Österreichers Friedrich Feher ist immer noch reizvoll und unterhaltsam. Die späte Premiere im deutschsprachigen Raum war erst möglich, nachdem man in Holland eine neue Kopie gefertigt hatte.” (Filmdienst)



Altersempfehlung: 7+
Großbritannien 1936
104 Minuten, S/W
Regie: Friedrich Feher

mit: Hans Feher,
Magda Sonja, George Graves

Die drei Juwelen. Eine Erzählung aus Palästina

Hikayatul Jawahiri Thalath

Youssef lebt mit seiner Mutter und seiner Schwester in einem Flüchtlingslager im Gazastreifen. Sein Vater ist im Gefängnis, sein Bruder wird von den israelischen Soldaten gesucht. Um seine Familie zu unterstützen, verkauft der Junge Vögel, die er selbst gefangen hat. Bei seinen Ausflügen in den Wald begegnet ihm eines Tages das Zigeunermädchen Aida, in das er sich sofort verliebt. Aida hat ihrer Großmutter versprochen, nur denjenigen zu heiraten, der drei Juwelen aus einer Kette wieder findet, die in Südamerika verloren gegangen sind. Youssef ist natürlich sofort darauf erpicht, Aida die wertvollen Steine wiederzubringen. Das palästinensische Lager verwandelt sich in eine Welt der Phantasie und des Märchens: Mit Hilfe eines Freundes versteckt er sich in einer Fracht Orangen, die nach Europa verschifft werden soll.



Altersempfehlung: 10+
Belgien, Großbritannien, Palästina 1995
107 Minuten, Farbe
Regie: Michel Khleifi

mit: Mohammad Nahhal,
Hana' Ne'meh,
Ghassan Abu Lida

Der Junge, der nicht mehr sprechen wollte

De jongen die niet meer praatte

Sein Spitzname ist Memo. Vielleicht deshalb, weil er sich so viel merken kann, oder nur deshalb, weil er mit vollem Namen Mohammed heißt. Auf alle Fälle ist er Kurde, lebt mit seiner Mutter und seiner Schwester in einem kleinen Dorf in der Osttürkei. Als Aushilfspostbeamter weiß er so manche Neuigkeit, da er oft die Briefe vorlesen muss. Gleichzeitig sieht er auch als erster die Ansichtskarten und Briefe, die ihnen der in Rotterdam arbeitende Vater schickt. Als die Kriegsgefahr in diesem Gebiet der Türkei immer größer wird, holt der Vater seine Familie nach Holland. Memo entschließt sich aus Trotz, nicht mehr zu sprechen.



Altersempfehlung: 8+
Niederlande 1995
108 Minuten, Farbe
Regie: Ben Sombogaart

mit: Erçan Orhan,
Louis Ates, Brader Musiki,
Husna Killi