RHABARBER

© Dutch Features Global Entertainment

RHABARBER
(RABARBER)

Siem und Winnie sind Stiefgeschwister, die sich blendend verstehen und das Zusammenwachsen in ihrer neuen Patchwork-Familie genießen. Umso beunruhigender ist es für die beiden, als Ric und Tosca immer öfter zu streiten beginnen und die Kinder fürchten müssen, dass neuerlich eine Trennung ins Haus steht. Um das zu verhindern, beschließen Siem und Winnie, ein Video für ihre (Stief-)Eltern zu drehen, mit zehn Tipps für eine gute Beziehung. Dabei erleben sie am eigenen Leib, wie schnell man in die Streitfalle tappt und dass es oft gar nicht leicht ist, ihr wieder zu entkommen.

Spritzig und vergnüglich entfaltet der Film eine kleine Philosophie über die Liebe und liefert ganz nebenbei eine Anleitung zum Filme machen.

PUBLIKUMSPREIS Cinekid Amsterdam 2014
BESTER KINDERFILM Filmfestival Tallin 2014

Kritik der Kinderjury

Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene wirklich unterhaltsam ist die Geschichte von Siem und Winnie, die sich nichts sehnlicher wünschen als dass sein Vater und ihre Mutter zusammen bleiben und sie alle nicht wieder umziehen müssen. Während die beiden Kids einen sehr sehr lustigen Film mit zehn Beziehungstipps für ihre Eltern drehen lernen sie einiges über sich selbst und ihre eigene (Liebes-)Beziehung. Der Film lebt von seiner originellen Idee, der Film-im-Film-Geschichte und den vielen witzigen Details.

Damit geht es gleich in den Credits los, die fantasievoll gestaltet sind und die die Vorgeschichte(n) erzählen. Die Ähnlichkeiten von Siem und seinem Vater sind nicht zu übersehen – das Fischen ist für Siem wie das Wandern in den Alpen für seinen Vater. Nebengeschichten wie z.B. jene von Opa Bert, durch dessen Tango-Leidenschaft Siem erst zum Filmdreh inspiriert wird, sind ebenso liebevoll ausgedacht wie die Haupthandlung. Selbst Nebenfiguren wie der Psychologe (Sessel!), die Bibliothekarin ("Ich habe keine Beziehung!") oder der Standesbeamte (der für entscheidende Veränderungen zwischen Siem und Winnie sorgt) bleiben im Gedächtnis. Die von den Kindern gedrehten Filmszenen wie das Geschirrwerfen (Zeitlupe!), die Schlachtszenen am Strand (samt Casting und "Barbie-Opferung") oder das Schweben im Weltall sind aufwändig gemacht. Und man kann einiges über Filmtricks lernen (Vorbeikurbeln der Landschaft, Regen machen usw.)! Ein Film zum Lachen und zum Weinen, und für uns der perfekte Abschlussfilm!

 

Niederlande 2014
70 Minuten, Farbe

Regie: Mark de Cloe
Mit: Nina Wyss, Thor Braun, Sytske van der Ster, u. a.

Weltvertrieb:
Dutch Features Global Entertainment

9 +

niederländische Originalfassung, deutsch eingesprochen

VOTIV KINO
Dienstag / 15.11. / 10 Uhr
Online-Reservierung

CINE CENTER
Mittwoch / 16.11. / 9 Uhr

CINEMAGIC
Samstag / 19.11. / 15 Uhr

Mark de Cloe
Mark de Cloe