MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI

© Indie Sales

MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI
(MA VIE DE COURGETTE)

Zucchini ist ein kleiner Junge und hat nichts mit dem gleichnamigen Gemüse zu tu. Als seine Mutter stirbt, kommt er in ein Waisenhaus, wo er lernen muss, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. Das ist nicht immer leicht, aber seine neuen MitbewohnerInnen teilen mit ihm ähnliche Schicksale. Simon, Ahmed, Jujube, Alice und Beatrice – sie alle kommen aus zerrütteten Familien oder haben ihre Eltern verloren. Und da ist da noch das neue Mädchen Camille, zu dem sich Zucchini sofort hingezogen fühlt. Als Camille von einer geldgierigen Tante aus dem Waisenhaus geholt werden soll, helfen alle Kinder zusammen, um das zu verhindern.

Der in seiner Animation sehr eigenwillig gestaltete Film erzählt untypisch und mit schrägem Humor vom Leben im Waisenhaus und vom Recht auf Glück und ein sicheres Zuhause.

Schweizer Einreichung für den Oscar® als bester fremdsprachiger Film
PUBLIKUMSPREIS Melbourne International Filmfestival 2016
QUINZAINE DES RÉALISATEURS Cannes 2016
LUX FILMPREIS 2016

Trailer:

Kritik der Kinderjury

Dieser starke und emotionale Film erzählt mit den Mitteln des Animationsfilms über das Schicksal von Kindern aus schwierigsten sozialen Verhältnissen. Die Geschichte ist gut aufgebaut und sehr detailreich und liebevoll gemacht. Die Figuren sind als einzelne Persönlichkeiten perfekt herausgearbeitet. Der Film ist eine gelungene Mischung aus Liebesroman und Krimihandlung und bleibt daher auf verschiedenen Ebenen immer spannend. Und er setzt sich für das Recht aller Kinder auf Schutz, Liebe und Geborgenheit ein.

Auch wenn einige JurorInnen das eigenwillige Figuren-Design (große Köpfe, supergroße Augen) nicht so mochten, waren sich alle einig, dass dadurch die Emotionen der Figuren deutlich sichtbar werden: Gleich bei der ersten Begegnung zwischen Zucchini und Camille weiß man, dass sie verliebt sind. Der freche Simon, die schüchterne Alice, die einsame Beatrice z.B. sind lebendige und unverwechselbare Charaktere, ebenso wie Camilles geldgierige, böse Tante. Cool fanden wir auch, wie es den Kindern gelungen ist, sie zu entlarven! Schön war auch die Idee mit den Kinderzeichnungen, die Zucchini an Raymond schickt. Die Dekorationen sind toll gestaltet, besonders die Schneelandschaft und der Nachthimmel. Kamera und Schnitt und Ton werden gut eingesetzt. An kleinen Details wie dem Baum vor dem Fenster erkennt man die verschiedenen Jahreszeiten oder den Wechsel zwischen Tag und Nacht. Die Vogelfamilie ist ein schönes Symbol für die positive Entwicklung, die es für Zucchini und Camille gibt.

 

Schweiz/Frankreich 2016
66 Minuten, Farbe

Regie: Claude Barras
Animationsfilm

Weltvertrieb:
Indie Sales

10 +

französische Originalfassung, deutsch eingesprochen

VOTIV KINO
Sonntag / 13.11. / 11 Uhr

CINEMAGIC
Montag / 14.11. / 15 Uhr

CINE CENTER
Donnerstag / 17.11. / 9 Uhr

CINEMAGIC
Freitag / 18.11. / 19 Uhr

Claude Barras
Claude Barras

LUX FILM PRIZE