BLANKA

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BLANKA

Blanka lebt allein auf den Straßen von Manila. Von den rüden Jungenbanden in ihrer Umgebung lässt sie sich nichts gefallen. Das Geld, das sie durch Betteln und Stehlen verdient, spart sie, um sich irgendwann eine Mutter zu kaufen. Als Blanka auf den blinden Straßenmusiker Peter trifft, zeichnet sich eine Wende in ihrem Leben ab. Gemeinsam werden sie von einem Lokalbesitzer als Musik-Duo engagiert, Blanka kann endlich in einem richtigen Bett schlafen. Aber das Straßenleben holt die beiden bald wieder ein, und Peter beschließt, Blanka in ein Waisenhaus zu bringen.

In semidokumentarischem Stil gehalten, erzählt der Film von der Sehnsucht nach einem Zuhause und davon, dass man oft einen weiten Weg gehen muss, um zu erkennen, wo man hingehört.

BESTER FREMDSPRACHIGER FILM Filmfestival Venedig 2015

Trailer:

Kritik der Kinderjury

Wenn sich ein Kind über eine Mahlzeit mit Hendl und Melone so sehr freut wie die Titelheldin Blanka, dann merkt man, wie gut es uns eigentlich geht. Was hierzulande als ganz normales Essen gilt, macht im Film die Armut in den Slums von Manila ebenso deutlich wie das Kartonhaus, in dem Blanka mit ihren wenigen Habseligkeiten lebt. Die Geschichte der Freundschaft zwischen dem 9-jährigen Mädchen und dem blinden Straßenmusiker Peter ist sehr berührend und bei Blankas Suche nach einer Mutter bzw. einer Familie fiebert man richtig mit.

Obwohl der Film auch einige traurige Dinge zeigt (z.B. die Konkurrenz der Straßenkinder um "Arbeits"- oder Schlafplätze), bekommt man sehr gut mit, dass selbst arme Leute glücklich werden können. Ohne erhobenen Zeigefinger werden fast alle Kinderrechte angesprochen (Recht auf Fürsorge, Schutz vor Ausbeutung usw.). Die Kamera hat uns sehr schön Blankas Welt gezeigt (z.B. den Slum und den Hafen). Die Parallelmontagen, als Blanka und Peter sich gegenseitig suchen, sind sehr gut gemacht. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Musik, denn durch Peters Gitarrenmelodien finden sich Blanka und Peter immer wieder. Die von den beiden gemeinsam in der Bar vorgetragenen Lieder haben uns sehr gut gefallen. Durch die Laiendarsteller/innen, die wahrscheinlich 80 Prozent der Geschehnisse selbst erlebt haben, wird der Film sehr authentisch. Obwohl alles sehr weit weg von unserem Alltag spielt, konnten wir wirklich gut mit Blanka "mitleben".

 

Italien/Philippinen/
Japan 2015
75 Minuten, Farbe

Regie: Khoki Hasei
Mit: Cydel Gabutero, Peter Millari, u. a.

Weltvertrieb:
m-appeal

9 +

Originalfassung (Tagalog), deutsch eingesprochen

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Khoki Hasei
Khoki Hasei